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Die Sache mit der Ordnung



Meine Großmutter gab an meine Mutter einen Spruch weiter, den diese wiederum an mich weitergab: "Die Wohnung muss immer so aussehen, dass man Besuch einlassen kann." Ich habe darüber nachgedacht.

Ich bin selbst ein Mensch, der sein Chaos nur dann lichtet, wenn er weiß, dass Besuch kommt. Aber warum eigentlich? Der Besuch, von dem man weiß, dass er kommt, ist ja eigentlich der, den man sich selbst einlädt. In den meisten Fällen also Menschen, die man als Freunde und Familie bezeichnet, also Menschen, die einem nahe stehen. Warum versucht man denn krampfhaft zu vertuschen, dass man im tiefsten Grunde seiner Seele doch nur eine ganz gewöhnliche Schlampe (im Sinne von unordentlich) ist? Will man nicht, dass die Menschen, die einem nahe stehen, einen so akzeptieren, wie man ist? Mit dem ganzen Chaos, das dazu gehört?

Bei "uneingeladenem" Besuch, also dem, der unverhofft kommt, sieht es ja auch nicht anders aus. Da ist es einem unter Umständen total peinlich, wenn gerade mal wieder das absolute Chaos herrscht. Warum eigentlich? Gerade, wenn es Leute sind, die man eh nicht kennt (Heizungsableser etc) kann es einem doch total egal sein, was die von einem denken.

Na ja, ich schätze, wir alle haben von unserer Mutter diesen Spruch gehört, sonst hätten wir nicht alle das Bedürfnis, ständig aufzuräumen, bevor wir jemanden in unsere vier Wände bitten. Und wahrscheinlich wird es auch bei mir so laufen, wie es immer läuft: so blöd ich die Sache an sich auch finde, werde ich es meinen Kindern später auch nicht anders erzählen.
23.5.07 12:46


Putzmunter dank Krabbeltieren



Heute habe ich eine ganz neue Möglichkeit entdeckt, wie man sofort putzmunter wird. Ein wenig verschlafen ging ich in mein Bad, wo noch die Klamotten von gestern auf dem Boden lagen. Ich hob sie also auf und *schock* krabbelt da eine (wirklich große, fette!) Spinne auf mich zu. Ich glaube, meinen Entsetzensschrei hat man im ganzen Haus hören können - und so schnell war ich auch noch nie aus dem Bad rausgerannt.

Ich bin jetzt noch ein wenig zittrig, aber immerhin putzmunter, was um diese Uhrzeit auch eher selten vorkommt. Jetzt stellt sich mir nur eine Frage: wie kriege ich das Vieh wieder aus meinem Bad raus, ohne dass es mich auffrisst? Ist es gegen das Tierschutzgesetz, zum Staubsauger zu greifen?

Na ja, ich finde, es gibt genügend fette Spinnen auf dieser Welt, die sind nicht vom Aussterben bedroht, da wird diese eine kein Verlust sein. Also auf geht's auf Spinnenjagd *schauder*

Nachtrag, 15:18 Uhr

Wie die Sache ausging...
Also, todesmutig stürzte ich mich mit meinem Staubsauger ins Bad. Die Spinne war nicht zu sehen, aber ich vermutete, dass sie noch immer meine Klamotten anprobierte - und ich lag richtig. Nach reichhaltigem Ausschütteln meiner Hose sprang sie heraus - und verschwand sofort im Staubsauger.

Ich wähnte mich in Sicherheit, doch das Vieh war gewitzt - denn es krabbelte wieder aus dem Staubsauger heraus. Als ich eine halbe Stunde später ins Bad kam, saß sie da, auf meinem Wannenvorleger, als wäre nichts passiert. Erneut griff ich zum Staubsauger, saugte diesmal noch länger, da ich glaubte, das letzte Mal nicht gewissenhaft genug gearbeitet zu haben. Danach verschloss ich das Rohr mit einem Plastikbeutel - so einfach sollte sie mir nicht nochmal entkommen!

Als ich einige Stunden später wieder nach Hause kam, war der Plastikbeutel noch immer leer. Ich schätze, diesmal hatte ich sie wirklich erwischt. Und falls doch nicht, wird es wohl eine weitere Fortsetzung dieser Geschichte geben...
25.5.07 08:19





Kategorien: Alltägliches | Gesellschaft | Menschliches
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