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Fernweh



Es sind Semesterferien, was soviel bedeutet wie: ich habe jetzt wieder mehr Zeit, Schwedisch zu lernen. Und wie das eben immer so ist, wenn ich mir viel Zeit für meine sprachliche Weiterbildung nehme: ich bekomme Fernweh. Per Webcam schaue ich mir den Sonnenuntergang über Gamla Stan, der Altstadt Stockholms an, und es wird nicht besser. Ich höre RIX FM, und es wird nicht besser.

Und so sitze ich da, 23 Uhr am Freitagabend, auf dem Bildschirm die Webcam vom Sergels Torg. Der Platz ist hell erleuchtet, ebenso wie der Kristallvertikalaccent, ein Glasobelisk in der Mitte des Platzes. Noch immer fahren Busse und sonstige PKW im Kreisverkehr um den Obelisken herum. Menschen streifen durch die Straßen, in der Mitte des Platzes haben sich fünf Leute getroffen, wahrscheinlich um miteinander zu reden, sie stehen jedenfalls schon lang dort. Es ist eine milde Nacht. Es regnet nicht, gut 18°C. Ich wünschte, ich wäre jetzt dort.

Doch mir bleibt nichts weiter, als zu warten. Zu warten, bis es endlich soweit ist, dass ich auswandere. Zu warten, bis ich endlich selbst Freitagnacht auf dem Sergels Torg stehen kann und nicht mehr darauf angewiesen bin, das Geschehen am PC über eine Webcam zu verfolgen. Zu warten, bis ich mir meinen Traum endlich erfüllen kann. 

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10.8.07 23:10





Kategorien: Alltägliches | Gesellschaft | Menschliches
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