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Scheiß-Tag



Heute ist mal wieder einer der Tage, wo ich im Nachhinein sage, dass es wohl die bessere Entscheidung gewesen wäre, im Bett liegen zu bleiben und zu warten, bis alles vorbei ist.

Es ging schon wieder gut los. Ich hatte (mal wieder, wie neuerdings immer Donnerstags) verschlafen. Somit war also schon wieder direkt nach dem Aufstehen Stress und Hektik angesagt, damit ich es zum Zug schaffte und mich vorher noch weitestgehend restaurieren konnte. Als ich aus dem Haus ging kam gleich die nächste Freude, denn es regnete. Das war der Moment, in dem mir einfiel, was ich gestern beim Einkaufen vergessen hatte: einen neuen Schirm, denn meiner war hinüber und bereits im Müll gelandet.

Der Zug war natürlich wieder gerammelt voll und diesmal hatte ich nur einen Stehplatz erwischt. In Jena angekommen hastete ich zur Uni damit ich pünktlich um acht dort war - und das alles nur, um festzustellen, dass mein Dozent heute wohl auch einen Scheiß-Tag hat und deswegen zu Hause geblieben ist.

Nachdem ich wieder durch den Regen gelaufen und pfitschnass war, kaufte ich mir noch schnell einen neuen Schirm und fuhr wieder zurück nach Weimar, wo ich mich sogleich daran machte Latein zu lernen, schließlich rücken die Prüfungen immer näher. Sage und schreibe 5 Stunden brachte ich damit zu Vokabeln zu pauken, Grammatik zu üben und zwei Texte zu übersetzen. Irgendwann rauschte mir buchstäblich der Kopf.

Mit schmerzendem Kopf (ich war froher Hoffnung, dass das von allein weggeht) stieg ich also wieder in den Zug und fuhr nach Jena. Dort angekommen fragte ich mich, warum ich so viel Zeit für Latein aufgebracht habe, denn gerade heute wurden natürlich KEINE Vokabeln abgefragt, KEINE Übungen und KEINE Texte verglichen. Dafür wurden meine Kopfschmerzen aber immer schlimmer - wenigstens das, haha.

Nach dem Latein-Kurs hatte ich eigentlich vor, nochmal in die Bücherei zu gehen, weil ich eigentlich noch etwas dort zu tun hatte. Jedoch drängte sich mir das Gefühl auf, dass jeden Moment mein Schädel platzen würde, weshalb ich lieber nach Hause fuhr. Dabei stellte ich eine neue persönliche Bestzeit im "Vom-Campus-zum-Bahnhof-Rennen" auf. Brauchte ich Anfang des Semesters noch 12 Minuten schaffe ich es mittlerweile in 8. Diese Anstrengung war zwar nicht gerade förderlich für das Verschwinden meines Kopfschmerzes, aber immerhin erwischte ich meinen Zug.

Wieder zu Hause entfernte ich dann erst einmal die Pappmaché aus meinem Briefkasten, die zu Beginn ihrer Existenz mal eine Zeitung war - welch ein Spaß. Eine Stunde Schlaf und zwei Paracetamol später fühlte ich mich dann wieder soweit lebendig, , dass ich mein Bett verließ und mich hinsetzte, um diesen Nörgel-Text hier zu schreiben. Ja, das war wirklich ein Scheiß-Tag.
21.6.07 21:54
 


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Kategorien: Alltägliches | Gesellschaft | Menschliches
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