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Alltägliches

Solche Tage mag ich...



Heute Morgen um 7:30 Uhr klingelte mein Wecker. Ich lag etwa 10 Minuten da und überlegte, ob ich wirklich aufstehen oder lieber weiterschlafen will. Irgendwann überwand ich mich dann aber doch. Ich stand auf, schaltete meinen PC an und ging erstmal ins Bad.

Als ich in mein Zimmer zurückkehrte rief ich meine emails ab und entdeckte darunter eine mail meiner Dozentin, die mitteilte, dass das Seminar (wegen dem ich überhaupt aufstehen musste) heute ausfällt. So gefällt mir das! Ich schaltete den PC also wieder aus und ging wieder ins Bett.

Als ich dann zwei Stunden später wieder aufwachte, hatte ich noch immer drei Stunden Zeit, die ich sonst nicht gehabt hätte. Das nutzte ich natürlich gleich effektiv, indem ich ein wenig Ordnung in mein Chaos brachte. Ich finde, solche Tage mit angenehmen Überraschungen sollte es öfter geben! Da kommt man wenigstens mal zu etwas.
26.6.07 14:10


Scheiß-Tag



Heute ist mal wieder einer der Tage, wo ich im Nachhinein sage, dass es wohl die bessere Entscheidung gewesen wäre, im Bett liegen zu bleiben und zu warten, bis alles vorbei ist.

Es ging schon wieder gut los. Ich hatte (mal wieder, wie neuerdings immer Donnerstags) verschlafen. Somit war also schon wieder direkt nach dem Aufstehen Stress und Hektik angesagt, damit ich es zum Zug schaffte und mich vorher noch weitestgehend restaurieren konnte. Als ich aus dem Haus ging kam gleich die nächste Freude, denn es regnete. Das war der Moment, in dem mir einfiel, was ich gestern beim Einkaufen vergessen hatte: einen neuen Schirm, denn meiner war hinüber und bereits im Müll gelandet.

Der Zug war natürlich wieder gerammelt voll und diesmal hatte ich nur einen Stehplatz erwischt. In Jena angekommen hastete ich zur Uni damit ich pünktlich um acht dort war - und das alles nur, um festzustellen, dass mein Dozent heute wohl auch einen Scheiß-Tag hat und deswegen zu Hause geblieben ist.

Nachdem ich wieder durch den Regen gelaufen und pfitschnass war, kaufte ich mir noch schnell einen neuen Schirm und fuhr wieder zurück nach Weimar, wo ich mich sogleich daran machte Latein zu lernen, schließlich rücken die Prüfungen immer näher. Sage und schreibe 5 Stunden brachte ich damit zu Vokabeln zu pauken, Grammatik zu üben und zwei Texte zu übersetzen. Irgendwann rauschte mir buchstäblich der Kopf.

Mit schmerzendem Kopf (ich war froher Hoffnung, dass das von allein weggeht) stieg ich also wieder in den Zug und fuhr nach Jena. Dort angekommen fragte ich mich, warum ich so viel Zeit für Latein aufgebracht habe, denn gerade heute wurden natürlich KEINE Vokabeln abgefragt, KEINE Übungen und KEINE Texte verglichen. Dafür wurden meine Kopfschmerzen aber immer schlimmer - wenigstens das, haha.

Nach dem Latein-Kurs hatte ich eigentlich vor, nochmal in die Bücherei zu gehen, weil ich eigentlich noch etwas dort zu tun hatte. Jedoch drängte sich mir das Gefühl auf, dass jeden Moment mein Schädel platzen würde, weshalb ich lieber nach Hause fuhr. Dabei stellte ich eine neue persönliche Bestzeit im "Vom-Campus-zum-Bahnhof-Rennen" auf. Brauchte ich Anfang des Semesters noch 12 Minuten schaffe ich es mittlerweile in 8. Diese Anstrengung war zwar nicht gerade förderlich für das Verschwinden meines Kopfschmerzes, aber immerhin erwischte ich meinen Zug.

Wieder zu Hause entfernte ich dann erst einmal die Pappmaché aus meinem Briefkasten, die zu Beginn ihrer Existenz mal eine Zeitung war - welch ein Spaß. Eine Stunde Schlaf und zwei Paracetamol später fühlte ich mich dann wieder soweit lebendig, , dass ich mein Bett verließ und mich hinsetzte, um diesen Nörgel-Text hier zu schreiben. Ja, das war wirklich ein Scheiß-Tag.
21.6.07 21:54


Putzmunter dank Krabbeltieren



Heute habe ich eine ganz neue Möglichkeit entdeckt, wie man sofort putzmunter wird. Ein wenig verschlafen ging ich in mein Bad, wo noch die Klamotten von gestern auf dem Boden lagen. Ich hob sie also auf und *schock* krabbelt da eine (wirklich große, fette!) Spinne auf mich zu. Ich glaube, meinen Entsetzensschrei hat man im ganzen Haus hören können - und so schnell war ich auch noch nie aus dem Bad rausgerannt.

Ich bin jetzt noch ein wenig zittrig, aber immerhin putzmunter, was um diese Uhrzeit auch eher selten vorkommt. Jetzt stellt sich mir nur eine Frage: wie kriege ich das Vieh wieder aus meinem Bad raus, ohne dass es mich auffrisst? Ist es gegen das Tierschutzgesetz, zum Staubsauger zu greifen?

Na ja, ich finde, es gibt genügend fette Spinnen auf dieser Welt, die sind nicht vom Aussterben bedroht, da wird diese eine kein Verlust sein. Also auf geht's auf Spinnenjagd *schauder*

Nachtrag, 15:18 Uhr

Wie die Sache ausging...
Also, todesmutig stürzte ich mich mit meinem Staubsauger ins Bad. Die Spinne war nicht zu sehen, aber ich vermutete, dass sie noch immer meine Klamotten anprobierte - und ich lag richtig. Nach reichhaltigem Ausschütteln meiner Hose sprang sie heraus - und verschwand sofort im Staubsauger.

Ich wähnte mich in Sicherheit, doch das Vieh war gewitzt - denn es krabbelte wieder aus dem Staubsauger heraus. Als ich eine halbe Stunde später ins Bad kam, saß sie da, auf meinem Wannenvorleger, als wäre nichts passiert. Erneut griff ich zum Staubsauger, saugte diesmal noch länger, da ich glaubte, das letzte Mal nicht gewissenhaft genug gearbeitet zu haben. Danach verschloss ich das Rohr mit einem Plastikbeutel - so einfach sollte sie mir nicht nochmal entkommen!

Als ich einige Stunden später wieder nach Hause kam, war der Plastikbeutel noch immer leer. Ich schätze, diesmal hatte ich sie wirklich erwischt. Und falls doch nicht, wird es wohl eine weitere Fortsetzung dieser Geschichte geben...
25.5.07 08:19


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Kategorien: Alltägliches | Gesellschaft | Menschliches
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